Chronik

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Neujahrsempfang 2020

| Wolfgang Tempel

Bürgermeister Wolfgang Heß trat pünktlich um 14:00 Uhr vor die rund 70 Klinkraderinnen und Klinkrader, die am 12. Januar 2020 der Einladung unserer Gemeindevertretung zum Neujahrsempfang gefolgt waren.

Als erstes bedankte er sich bei Rolf Pein, dass er die Räumlichkeiten seines Landgasthofs zur Verfügung gestellt hat und mit seinem Team auch die Verköstigung der Gäste übernahm.

Das erste halbe Jahr seiner Amtszeit verging nach Wolfgang Heß‘ Empfinden wie im Fluge. Ernst-August Bruns‘ Ernennung zum Ehrenbürgermeister, verbunden mit dem Dank an den Musikzug der Feuerwehr für seine Unterstützung bei der Veranstaltung (sh. Chronik 2019), jede Menge Termine bei verschiedenen Verbands-, Vereins und Ausschusssitzungen bis hin zur Wahl in den Verwaltungsausschuss des Amts Sandesneben-Nusse erforderten viel Zeit. Seine Lebenspartnerin musste daher oft auf ihn verzichten. Bürgermeister Heß versäumte es nicht, sich für ihr Verständnis und ihre Unterstützung zu bedanken.

Unsere Gemeindearbeiter*in Jörn Kock, Nicole Sturde, Jan Borelli und Axel Blöcker sorgen mit ihrem Einsatz für ein gutes Dorfbild. Reinigung der Rinnsteine auf den Gemeindeflächen und der Regeneinläufe der Schmutzwasserkontrollschächte, Mäharbeiten auf den öffentlichen Grünflächen, Pflege des Ehrenmals sind nur einige der anfallenden Arbeiten, die zuverlässig erledigt werden. Dafür gilt der Dank der gesamten Gemeinde.

Seit Oktober findet für das Winterhalbjahr wieder der Seniorennachmittag statt. Die vielen Teilnehmer*innen zeigen, dass die Gestaltung der Nachmittage durch Carmen Brandt und Thekla Jonscher großen Anklang findet. Die organisatorische Unterstützung durch Frauke Nielandt rundet das gute Gesamtbild ab. Allen Beteiligten gebührt auch hier großer Dank.

In Abstimmungsrunden im Amt Sandesneben-Nusse mit Herrn Tiedeman und dem Planungsbüro Stolzenberg, aber auch in interfraktionellen Sitzungen des Gemeinderats mit den Planern im Gemeindehaus konnte unser Bürgermeister, dank der lobenswerten Mithilfe von Christian Stöber und Frauke Nielandt in der Funktion als Stellvertreter*in, den Bebauungsplan Nr. 4 östlich der Straße „Zum Wehrenteich“ und nördlich der Straße „Am Sportplatz“ auf den Weg bringen. Der Antrag auf ein verkürztes Genehmigungsverfahren nach § 13b, BauGB wurde daher auf der Gemeinderatssitzung vom 26.11.2019 einstimmig beschlossen (sh. Protokoll).

Wolfgang Heß blickt positiv in das Jahr 2020. Seine KfK-Wählergemeischnschaft habe sich Transparenz auf ihre Fahne geschrieben. Mit dieser Grundhaltung ist er zuversichtlich, das eine oder andere Problem, das unweigerlich kommen wird, lösen zu können. Er geht davon aus, dass alle Mitglieder des Gemeinderats auf den Einen oder die Andere im Dorf zukommen können, um eventuelle Unstimmigkeiten auf demokratische und vertrauensvolle Weise lösen zu können. Im Umkehrschluss sollten alle auf den Gemeinderat zukommen, denen etwas fragwürdig vorkommt. Alle Gemeindevertreter, einschließlich des Bürgermeisters und seiner Stellvertreter stehen dafür zur Verfügung.

Zum Ende des Jahres sollen die Grundstücke des neuen Baugebiets, trotz der Auflagen zur Abwassertrennung, zu einem angemessenen Quadratmeterpreis den Klinkraderinnen und Klinkradern, aber auch Neubürgern, die sich in unserem schönen Dorf niederlassen möchten, angeboten werden können.

Mit den besten Wünschen für das neue Jahrzehnt lud er zum Abschluss seines Vortrags alle Anwesenden zu Kaffee und Kuchen auf Gemeindekosten am Ende des Empfangs ein.

Vera Wittenburg blickte als Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Labenz-Klinkrade auf 60 Jahre Bestehen zurück. Mit insgesamt 108 Mitgliedern, davon 20 aus umliegenden Gemeinden, ist die Mitgliederzahl leider rückläufig. Sie warb daher um neue Mitglieder, die in der Lage sind, 20,- € Jahresbeitrag aufzubringen. Zusammen mit den zusätzlichen Spenden könnte dann wieder, wie im abgelaufenen Jahr, dafür gesorgt werden, dass der Ortsverein einige soziale Projekte unterstützen kann, u.a. auch den Schwimmunterricht im Freibad Steinhorst. Der Blutspendetag im neuen Jahr war wieder sehr gut besucht. Der Dank ging an insgesamt 74 Spender.

Es wurde noch auf viele Ausflüge und Veranstaltungen des Ortsvereins hingewiesen. Damit wird schon seit vielen Jahren das Miteinander der Dorfgemeinschaften gefördert. Darauf liegt das Hauptaugenmerk, weil der Verein nicht aktiv im Rettungsdienst tätig ist.

Heidrun Reimers als Initiatorin stellte, natürlich „op platt“, „uns plattdüütsch Namiddag“ vor. Sie wies darauf hin, dass es ihrer Generation verboten war, Plattdeutsch zu sprechen. Als Kind und in der Öffentlichkeit war Hochdeutsch Pflicht, obwohl in den Familien nur „Platt“ gesprochen wurde. So entstand die Idee, jeden dritten Dienstag im Monat die plattdeutsche Sprache zu pflegen. Dort kamen so viele Geschichten aus dem Dorfleben und auch aus den Familien zusammen, dass Heidrun Reimers sich entschloss, diese als Buchform herauszubringen. Zwei Exemplare sind daraus inzwischen entstanden. Sie räumte ein, dass sie inzwischen Schwierigkeiten hat, Themen für die Nachmittage zu finden. Aber sie ist zuversichtlich, dass ihr die Ideen dafür nicht ausgehen werden, auch Dank der großen Mithilfe Erna Lödings, deren Unterstützung sie ausdrücklich würdigte.

Tonja Liedtke und Sascha Schmidt stellten in ihrer Funktion als erste Vorsitzende, bzw. zweiter Vorsitzender der Turnerschaft Klinkrade die Sparten und Aktivitäten des Vereins vor. Die Tichtennisabteilung ist inzwischen eine Kooperation mit dem TSV Nusse eingegangen. Das führt dazu, dass sowohl die Nusser als auch die Klinkrader Sporthalle zu Trainingszwecken genutzt werden kann. Das trägt u.a. dazu bei, dass das Abwandern guter Spieler verhindert werden kann. Auch im Bereich Leichtathletik gibt es schon seit Langem eine Zusammenarbeit mit den Vereinen aus Sandesneben, Wentorf und Schönberg. Sportlerinnen und Sportler aus dieser Sparte waren die Erfolgreichsten bei den Kreismeisterschaften 2019. 12 von 21 Titeln konnten errungen werden. Sophia Linke stach dabei im Mehrkampf ihrer Altersklasse (W 11) besonders hervor. Ebenso legten viele Klinkraderinnen und Klinkrader aller Altersgruppen die Prüfungen für das Sportabzeichen ab, die Inge Dresow abnahm.

Beide Vorsitzende bedankten sich bei allen Übungsleiterinnen für ihren unermüdlichen Einsatz. Ebenso bei allen der insgesamt 325 aktiven und passiven Mitglieder*innen, dank denen das reichhaltige Angebot der Turnerschaft überhaupt erst möglich ist. Der Hinweis auf die verschiedenen Veranstaltungen barg jedoch einen Wermutstropfen: Weil zwei tragende Mitglieder des Theaterensembles ausfallen, muss die diesjährige plattdeutsche Theateraufführung mit dem Tanzabend und somit ebenfalls die öffentliche Generalprobe einen Abend vorher leider entfallen. Der Vortrag endete mit der Einladung zum Tanz und Theaterabend im Februar 2021.

Für die Freiwillige Feuerwehr gab Wehrführer Frank Löding einen Rückblick auf die Einsätze des zurückliegenden Jahres. Durch die Gründung der First Responder Abteilung gab es wesentlich mehr zu tun als im Vorjahr. 13 Kameradinnen und Kameraden konnten die Ausbildung für diesen Dienst erfolgreich abschließen. Durch die Kooperation mit Duvensee, wo z.Zt. drei Leute bereitstehen, werden viele Einsätze notwendig. Bei Brandeinsätzen im Dorf und auch in umliegenden Gemeinden konnte durch das neue Einsatzfahrzeug schlimmeres verhindert werden, weil es 1000 Liter Wasser an Bord hat und praktisch sofort mit dem Löschen begonnen werden kann, um die Zeit für eine Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke zu überbrücken. Starkregenereignisse mit entsprechenden Pumpeinsätzen hielten die Wehr ebenfalls in Atem.

Der stellvertretende Wehrführer Marc Liedtke stellte die Vorstellungen seitens der Feuerwehr über den Bau eines neuen Feuerwehrhauses vor. Die  Fragestellungen der Feuerwehrunfallkasse, wie getrennte Umkleidemöglichkeiten für Männer und Frauen, Trennung von Einsatz- und Privatkleidung usw. wurden hierbei berücksichtigt. Dazu der Hinweis, dass bereits eine „Arbeitsgruppe Feuerwehrhaus“, bestehend aus Feuerwehr- und Gemeindevertretern unter der Leitung von GV Wieland Grot besteht. Letztendlich entscheidet der Bürgermeister als oberster Dienstherr der Feuerwehr auf Grundlage eines demokratischen Mehrheitsbeschluss‘ des Gemeinderats und weiterer gesetzlicher Gremien, welche Vorhaben in diesem Zusammenhang verfolgt  werden. Durch die Arbeitsgruppe ist das Einbringen von Wünschen diesbezüglich selbstverständlich weiterhin möglich.

Frank Löding dankte zum Abschluss noch einmal den aktiven Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz, ihre Zuverlässigkeit und ihr zahlreiches Erscheinen zu den Übungsabenden. Der Dank richtete sich auch an ihre stets verständnisvollen Partnerinnen und Partner. Ebenso bedankte er sich für das stets offene Ohr der Gemeindevertretung und für die kurzen Dienstwege zur Behebung kleinerer Probleme. Mit dem Wunsch, dass die Feuerwehr nie zu spät zum Einsatzort und alle Leute von dort wieder unversehrt zum Feuerwehrhaus zurückkommen mögen, beendete er den Vortrag.

Unserem Bürgermeister blieb dann nur noch der herzliche Dank an alle Vortragenden und gab dann das Kaffee- und Kuchenbuffet für den anschließenden Klönschnack-Nachmittag frei, der, inzwischen schon traditionell, bis in den frühen Abend andauerte.                      WT

 

 

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