Chronik
Feuerwehr Klinkrade holt sich den fünften Stern
| Freiwillige Feuerwehr Klinkrade
Text: Marc Liedtke, Fotos: Tonja Liedtke und Theresa Löding
Roter Hahn in Klinkrade
Schon früh am Morgen trafen sich die Kameradinnen und Kameraden zum gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrhaus. Auch für die Prüfungskommission gab es Frühstück, jedoch im Jugendraum der Turnerschaft. Anders als bei der Leistungsbewertung 1- 4, wo die Prüfer aus dem Kreis kommen, sind es nun Prüfer aus dem Landesfeuerwehrverband. Trotz der guten Stimmung war natürlich auch Anspannung zu merken. Immerhin übte die Wehr seit Monaten unter der Leitung der Gruppenführer Jörn Kock und Eike Scheuch. Mit Beendigung des Frühstücks begann der offizielle Teil durch die Begutachtung der Ausgehuniformen.

Im Anschluss folgte das Marschieren unter den Augen der Kommission.
Nun folgte ein lebendiger und motivierender Vortrag zur Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung durch unseren Berufsfeuerwehrmann Jens Prochnow. Jens unterrichtet seit vielen Jahren in der Schule Sandesneben die dritten Klassen, zur Freude der Schülerinnen und Schüler.

Mit dem Vortrag zur Eisrettung, durch den stellvertretenden Gemeindewehrführer Marc Liedtke, wurde der Unterricht fortgesetzt.

Nach einer kurzen Pause folgte eine Sicherheitsbelehrung samt Video durch unseren Sicherheitsbeauftragten Andreas Bischoff zur psychischen Belastung nach Einsätzen (PSNV-E). Ein starkes Thema, das alle Ernst nahmen und aufmerksam verfolgten. Als Fachwart des PSNV im Kreis Herzogtum Lauenburg weiß Andreas wovon er spricht.

Endlich in Einsatzkleidung wurde diese auch gleich überprüft. Dazu wurde erneut vor dem Feuerwehrhaus angetreten.
Mit Vorführung der Knotenkunde aller Einsatzkräfte und dem Einbinden von Feuerwehrgerätschaften wurde der nächste Punkt in der Leistungsbewertung überprüft, bevor es zum Mittagessen ging.
Nach der Mittagspause stand eine Personenrettung aus dem ersten Stock über eine schiefe Ebene auf dem Plan. Teamarbeit und Ruhe waren hier entscheidend. Die ersten Zuschauer waren ebenfalls vor Ort.
Auch die Selbstrettung durch Abseilen sorgte für gespannte Blicke und Anerkennung. Die Prüfer waren von der Schnelligkeit unter Einhaltung aller Sicherheitsregeln voll des Lobes.
Anschließend folgte der technische Hilfeleistungseinsatz. Eine Person war mit den Fingern (simuliert) in einer Walzenmaschine eingeklemmt. Die Einsatzkräfte arbeiteten konzentriert, sicherten die Maschine und retteten die Person kontrolliert aus der Zwangslage. Diese Lage verlangte Präzision und klare Kommunikation.
Bei der Abschlussübung in einer landwirtschaftlichen Halle kamen dann viele Elemente zusammen: Ausfall des Gruppenführers, defekte Wasserentnahme, Verpuffungen und eine vermisste Person. Trotz Stress und Adrenalin behielt das Team den Überblick, arbeitete Hand in Hand, und rettete schließlich die vermisste Person.
Nach der Auswertung aller Punkte durch die Prüfungskommission stand das Ergebnis fest.
Wir haben den 5. Stern der Leistungsbewertung geschafft!
Lobende Worte gab es vom Leiter der Prüfungskommission, Hans Günter Wichelmann, welcher die gezeigten Leistungen mit gut bis sehr gut hervor hob. Die Anerkennung vom Kreis übergab der stellvertretende Kreiswehrführer Thorsten Möller. Lob und Dank sprach unsere Bürgermeisterin Susanne Baumann aus. Als Anerkennung lobte sie für jeden Stern 100 € für die Feuerwehrkasse aus.
Final wurden die aktiven Mitglieder und die Ehrenabteilung mit dem Brusttaschenanhänger „Leistungsbewertung 5 Sterne“ geehrt.
Für die gezeigte Leistung lobte unser Gemeindewehrführer Frank Löding sein ganzes TEAM und bedankte sich bei der Kommission.

Ein starkes TEAM ist noch stärker geworden.
Unsere Freizeit für eure Sicherheit!
Auszug aus der Webseite des Landesfeuerwehrverbands:
Es werden Übungen nach den Feuerwehrdienstvorschriften durchgeführt, bei denen alle ihre Aufgabe haben. Je nachdem welche Stufe absolviert wird, werden verschiedene Aufgaben und Situationen werden mit den vorhandenen Fahrzeugen und Geräten geübt und alle Kameradinnen und Kameraden werden gefordert. Erzielt die Wehr dann bei der Abnahme der Bewertung ein entsprechend Ergebnis, wissen alle Kameradinnen und Kameraden, vom Anwärter bis zur Wehrführung, dass sich die nötigen Sonderdienste gelohnt haben. Ein weiterer Punkt ist, man hat mal wieder die Möglichkeit, seiner Gemeindevertretung und der Bevölkerung die Leistungsfähigkeit der Wehr zu zeigen. Das ist ohne Frage Öffentlichkeitsarbeit.
