Chronik

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Adé du Junggesellentiet

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"Adé du Junggesellentiet" heißt der neue Einakter von Hans-Hinrich Kahrs, den die Theatergruppe der Turnerschaft in diesem Winter einstudiert hat.

In irgendeinem Haus in Klinkrade: Paul und Heide haben um 11 Uhr eine Verabredung beim Standesamt. Nur dusselig, dass Paul die Nacht zuvor mit seinen Kumpels Matten und Quaddel um die Häuser gezogen ist, um seinen Junggesellenabschied zu feiern. Und Paul kann sich an den Verlauf der Nacht nicht mehr besonders gut erinnern. Wo hat er nur das Veilchen her? Das kann er natürlich seiner Heide nun so gar nicht verklarbüddeln.

Die über hundert (das gab es noch nie) Besucher der Generalprobe am Freitag, den 3.2. in Pein´s Gasthof hatten ihren Spass. Der Bann war schnell gebrochen und eine Lachsalve folgte der nächsten. Da ist viel Aktion auf der Bühne, wenn 5 der sieben Akteuere gleichzeitig auf der Bühne spielen, wird´s manchmal sogar ein wenig eng. Die beiden Hauptrollen sind mit neuen, jungen Schauspielern besetzt (Beatrice Schönwald konnte im letzten Jahr jedoch bereits in einer Nebenrolle debütieren), beide sehr textsicher und engagiert, Marian Slotta als Paul konnte mit schelmischem Humor und natürlichem Plattdüütsch schnell alle Anwesenden von seinem schauspielerischen Talent überzeugen. Unser bisheriges "Traumliebespaar" Manuela Gehrken (als Lisbeth Mölling) und Kai Schütt (als Matten Grau) sahen sich in neuen, ungewohnten Rollen wieder und überzeugten durch Spielsicherheit und schauspielerische Routine. Ohne Kirsten Peters und Reinhard Hansen ist Theater in Klinkrade sowieso unvorstellbar und beide glänzten in ihren Rollen (wie Reinhard Hansen als Quaddel in der Schlussszene mit Lisbeth Mölling die Augen verdrehte, ließ den ganzen Saal juchzen). Sehr keck Tonja Liedtke als Lola im Fensterrahmen und beim "Preistreiben".

Die Theaterbesucher sparten nicht mit Applaus (3 Vorhänge!) und zollten den Schauspielern und Souffleuse Carola Schönwald (kam kaum zum Einsatz) Anerkennung für eine tolle Vorstellung.

Die Premiere beim Kameradschaftsabend begann noch schwungvoller, fand jedoch ihr jähes und für alle Besucher bedrückendes Ende durch eine Herzattacke, die Reinhard Hansen während der Vorstellung erlitt. Er verstarb für uns alle völlig unerwartet und viel zu früh während des Transports ins Krankenhaus. Wir verlieren mit ihm einen leidenschaftlichen Schauspieler und einen lebensfrohen Sportkameraden. Wir trauern mit seiner Familie.

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