Chronik

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777-Jahr-Feier

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Am Sonntag, den 4. November 2007 fand im Gasthof Pein eines der schönsten Feste seit langem in Klinkrade statt.
Schon einen Monat vorher waren die Klinkrader mit einer Faltkarte eingeladen worden, sich zu diesem Fest anzumelden. Auch in der örtlichen Presse fand sich jeweils ein großer Artikel wieder, der zu dem bevorstehenden Fest einlud. Denn im Rahmen der 777-Jahr-Feier wollten die Dorfchronisten Heidrun Reimers, Manfred Wulf und Hans-Jürgen Pein ihre neue Dorfchronik vorstellen. Auch die regionale Prominenz war zur Feier erschienen, zu der sich 178 Klinkraderinnen und Klinkrader sowie einige auswärtige Gäste angemeldet hatten. So waren neben dem Landrat Gerd Krämer, der Amtsvorsteher Wolfgang Brauer und die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden erschienen. Bürgermeister Ernst-August Bruhns führte gekonnt und amüsant durch das Programm.
Nach den Grußworten des Landrates und Amtsvorstehers hielt Dorfchronist Manfred Wulf die Festrede zum 777-jährigen Bestehen Klinkrades. Ungläubiges Staunen herrschte, als er gleich zum Beginn ausführte, dass Klinkrade vor 777 Jahren noch ein tschechischer Grenzort gewesen sei. Denn der slawische Stamm der Obodriten, dem damals das ganze Land zwischen Oldenburg/H., Rostock und Dömitz gehörte, war während der Völkerwanderung aus Böhmen in seine neue Heimat gezogen. Böhmen sei schließlich heute Tschechien löste Wulf das Rätsel auf. Zum Erstaunen der Zuhörer hatte er die zweite Hälfte seiner Rede in Romanform aufgeschrieben und stellte so sehr bildhaft die Gründung Klinkrades vor.
Nach einem kurzen musikalischen Intermezzo des Musikzuges war es danach Hans-Jürgen Pein vorbehalten, die neue Chronik vorzustellen. Er wies darauf hin, welch teilweise mühevolle Arbeit die Autoren in die Chronik investiert hatten.
Die anschließende Rede von Heidrun Reimers bestand aus drei Teilen: der Vorstellung der Schulchronik mit Übergabe einer neuen Abschrift an den Bürgermeister, einem Dankeschön an die Sponsoren der Chronik und alle Klinkrader für ihre Zuarbeit. Im dritten Teil las sie Auszüge aus dem Kapitel "In Stellung" vor, das die Arbeit von Käthe Hack und Else Eckmann auf Klinkrader Bauernhöfen vor dem 2. Weltkrieg beschreibt. Die Feierstunde schloss der Bürgermeister mit einer Ehrung der drei Chronisten sowie der Musikzug mit dem "Schleswig-Holstein-Lied".
Nun folgte der gemütliche Teil des Nachmittags. Bei Kaffee und Kuchen wurden alte Erinnerungen aufgefrischt, ganz im Motto der neuen Chronik "Wenn ik dor noch an denk..." Den Schlußpunkt der Veranstaltung setzt erneut der Bürgermeister mit einem Dank in Form einer Rose für alle Landfrauen, die zum Erfolg der Feier mit einer Kuchenspende beigetragen hatten.
Dann bildete sich auch schon schnell eine lange Schlange vor dem Verkauftresen der Dorfchronisten. Viele nutzten auch die einmalige Chance, sich "ihre" Chronik gleich von den drei Autoren signieren zu lassen. Auch die Autoren, die das Buch im Eigenverlag herausgegeben hatten konnten sich freuen, denn gleich am ersten Verkaufstag wanderten über 100 Chroniken über den Tresen.
Ein herzliches Dankeschön an die Landfrauen für den Kuchen, an den Musikzug für den wie immer geschmackvollen musikalischen Rahmen und an den Gastwirt mit seiner "Mannschaft" für die umsichtige Betreuung.
Die Gäste verließen den Saal in guter Stimmung und im Bewusstsein, an einer besonderen Veranstaltung teilgenommen zu haben.

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